WEITERBILDUNG neben JOB und FAMILIE

 

Sich verändern lernen ( Teil 1) - Affirmationen

von Martina Roters

Ist Ihnen aufgefallen, dass vielen meiner Beiträge hier ein gemeinsames Thema zugrunde liegt? Weiterbildung ist immer positive Veränderung, schließlich geht es darum – das Wort Weiterbildung verrät es selbst -, einen Schritt weiter zu kommen ...
Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, ob es sich um einen Wissenszuwachs oder um eine Verhaltensänderung handelt.
Den Wissenszuwachs erhalten wir einfach durch Lesen oder Hören – manchmal brauchen wir ein paar  Wiederholungen, um das Gelernte dauerhaft zu behalten. Noch schneller geht es, wenn wir uns selbst Fragen stellen oder mit anderen über den Inhalt diskutieren.
Verhaltensänderungen dagegen – die Erfahrung haben wir wohl alle schon gemacht –, sind nicht so einfach zu erreichen.

Es hat  in meinem Leben ein paar wenige Ausnahmen gegebe; da hat eine tiefreichende Erkenntnis eine Überzeugung hervorgebracht, die von jetzt auf nachher zu einer dauerhaften Verhaltensänderung geführt hat.
Geht so etwas überhaupt? Ja, unmöglich ist es nicht, wenn auch selten.

Ein Beispiel aus meiner persönlichen Geschichte:
Ein junger Lehrer, den ich in Jahrgangsstufe 11 im Kurs Sozialwissenschaften hatte, warb für die Erkenntnis, dass Aufrichtigkeit ein unverzichtbares Gut für gelungene Kommunikation sei. Als ich über seine Unterrichtsstunde nochmals intensiv nachdachte, traf es mich wie der Blitz.
Ich begriff, warum es in meiner Religion heißt: „Du sollst nicht lügen“.
Ungelogen: Ab dem Tag damals habe ich vielleicht noch 2 x gelogen, und zwar jedesmal in beruflichen Situationen, in denen ich überrumpelt wurde, weil andere von mir erwartet haben, dass ich „zu Ihren Gunsten“ lüge (z. B. Chefs, die mir den Hörer in die Hand drückten und sagten: „Ich bin nicht da“) Doch es hat mich jedes Mal in eine solche Gewissenskrise gestürzt, dass ich den jeweiligen Personen klargemacht habe, dass Sie mir so etwas einfach nicht zumuten dürfen, auch wenn es für sie selbst vielleicht „nur ein Klacks“ ist.
(
Für jeden, den es näher interessiert: Anders, als viele meinen, ist ein Leben mit der Wahrheit auch um vieles einfacher. Und man ist ja nicht verpflichtet, Wahrheiten aggressiv zu verkünden, wenn sie auf unser Gegenüber wirken wie „Knüppel auf Kopf“. Nur, wenn mich jemand anspricht, dann halte ich mit der Wahrheit nicht hinterm Berg.)

Zurück zur persönlichen Veränderung:
In 99% aller Fälle sind Verhaltensänderungen so mit das Schwierigste auf unserem persönlichen Weg.
Warum ist das so? Die gängige Erklärung in der Literatur besagt, dass unser Überlebensinstinkt Veränderungen scheut, so lange der Status Quo uns das Überleben sichert. Jede Veränderung ist mit einem Risiko verbunden und das scheuen wir innerlich wie die Pest.
Diese Tendenz gilt es zu überwinden und unser Hirn mit der neuen Vorstellungen und dann auch mit neuen Verhaltensweisen anzufreunden.

Ein Mittel, das uns die Selbsthilfeliteratur hierfür anbietet, sind Affirmationen: bestimmte Kernsätze mantramäßig immer und immer wieder wiederholen.
Kann das funktionieren? Ja! Ich habe es am eigenen Leib ausprobiert.
Eines meiner persönlichen Probleme war, dass ich in meinem Umfeld niemanden als Vorbild hatte, der einen selbständigen Beruf ausübte, und es fiel mir sehr schwer, in meiner Eigenschaft als Freiberuflerin Preisverhandlungen zu führen. Also suchte ich mir den Satz aus:
„Ich bin jetzt eine Geschäftsfrau“. Anfangs gelang es mir nicht einmal, diesen Satz in aller Ernsthaftigkeit auszusprechen. Ich! Ausgerechnet ich!  Es klang wie der totale Widerspruch in sich. Total aufgesetzt. Jedenfalls am Anfang. Heute klingt es in meinen Ohren normal und richtig.
Ein anderer Satz, der mir helfen sollte, mich aus der Falle meiner Übervorsichtigkeit zu befreien, lautete: „Ausprobieren macht Spaß!“ Für manche Menschen mag das etwas ganz Selbstverständliches sein; für ängstliche Typen wie mich dagegen war es zuerst mal eine Herausforderung. Zum Glück keine ganz so schwere.
Unterstützt hat mich (vielleicht, denn Einschätzung der  Wirksamkeit ist natürlich eine subjektive) ein kleines Program namens „Think right now!“ Es sorgt dafür, dass kleine Affirmationen für selbstdefinierte Zeiten kurz über den PC-Bildschirm flimmern, egal, welches Programm gerade läuft. So auch jetzt, während ich diesen Text schreibe. Das Programm ist zwar auf Englisch, doch mit Hilfe des eingebauten Editors kann man sich die vorgefertigten Affirmationen übersetzen und sogar ganz eigene Affirmationen einbauen.
Affirmationen sind eine Sache, die jeder einsetzen kann. In der Schule hätte man es eine reine Fleißaufgabe genannt.
Man kann/sollte jedoch noch mehr tun. Und was?

Bitte Geduld, das folgt in Teil 2.

Ruhig erst mal wieder was TUN, bevor man sein Gewissen mit weiterem NUR-Lernen beruhigt. Also ruhig schon mal die richtigen Affirmationen aussuchen und anfangen:  Laut sprechen, aufschreiben, vielleicht Zettelchen in Haus und Kleidung verstecken, Begrüßungsspruch ins Handy einprogrammieren, alles tun, damit der Plan auch umgesetzt wird ...


© Martina Roters ist Direktmarketing-Texterin, Mitglied im profitexter.net(t) Sie ist Autorin des E-Books "So schaffst du alles - Weiterbildung neben Job und Familie" und betreibt die gleichnamige Webseite. Besuchen Sie www.soschaffstdualles.de, um Tipps und Ratschläge zu bekommen, wie man sich die zahlreichen Stolpersteine auf dem Weg zum eigenen Weiterbildungsziel aus dem Weg räumt und gleichzeitig sein Familienglück bewahrt. Über Twitter gibt sie Lern- und Motivationstipps.
Twitter-Eisvogel Martina Roters                                                                        http://www.twitter.com/Lernhelferin  Twitter-Vogel
    

 

 
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