WEITERBILDUNG neben JOB und FAMILIE

 

Sich verändern lernen ( Teil 2) - Situationen

von Martina Roters

Goldring
Radikalkur oder sanfte Methoden?

In Teil 1 ging es um Affirmationen als Hilfsmittel zu persönlicher Veränderung. Affermationen helfen uns dabei, in eine neuen Rolle „reinzukommen“.
Das Ankommen ist eine ganz andere Sache:

Beispiel: Als ich jung verheiratet war, war ich verblüfft, dass das leise Klicken meines Eherings gegen das Porzellan des Waschbeckens starke Gefühle in mir auslöste. Dabei war ich doch gerade mit so etwas Banalem wie Badezimmerputzen beschäftigt! Was war passiert? Mir war schlagartig klargeworden war: Ich bin jetzt da angekommen, wo früher meine Mutter war. Wenn Sie das Waschbecken putzte, machte ihr Goldring das gleiche klickende Geräusch.
Ich  hatte meinen Standpunkt gewechselt. Ich war angekommen.

Dieses „Ankommen“ können wir beschleunigen. Eines meiner Lieblingszitate ist von Goethe:

 

ERFOLG

kommt von

TUN


Erst mal vorweg: Das Schwerste am Tun ist häufig der Anfang (wie schon Sokrates angeblich bemerkte: Der Anfang ist die Hälfte vom Ganzen“).
Sollten Sie unter Aufschieberitis leiden, dann sagen Sie sich, dass Sie eigentlich erst mal „nur“ den Anfang machen müssen, um den Rest kümmern Sie sich dann später…

 Nehmen wir das alles zusammen, dann folgt daraus: Persönliche Veränderung passiert, indem wir anderes TUN – entweder etwas ganz Anderes tun oder dasselbe auf andere Weise.

Und da haben wir jetzt 2 Möglichkeiten:
Die Radikalmethode und die sanfte Schritt-für-Schritt-Methode.

Beispiel:
 Wie letztes Mal erwähnt, hatte ich große Hemmungen, mich selbst in der Rolle als „Geschäftsfrau“ zu sehen.
Das änderte sich radikal, als ich zum ersten Mal selbst Dienstleistungen bestellte: Einen Webdesigner für ein spezifisches Problem mit meiner Webseite und einen Grafiker für eine Cover-Zeichnung.
Wenn es auch nur kleine Aufträge waren: Ich war Auftraggeber, ich sicherte Arbeitsplätze; ich „durfte“ Rechnungen bezahlen! Es war ein tolles Gefühl. Ich fühlte mich in meiner neuen Rolle „angekommen“.

Unser Hirn sammelt solche Erfahrungen. Und sie wirken natürlich stärker als bloße Affirmationen oder Fantasiebilder.
Prüfen Sie also, ob Sie für ein angestrebtes Ziel einen Meilenstein setzen können: Einfach durch eine willkürliche Entscheidung.
Ich will Sie natürlich nicht dazu verleiten, schon mal als Arzt im Krankenhaus zu praktizieren, wenn Sie Ihr Examen noch nicht in der Tasche haben.
Doch wenn Sie z. B. Lehrer werden wollen, warum geben Sie dann nicht schon mal Nachhilfe oder irgendeinen Kurs an einer Volkshochschule? Oder trainieren eine Sportgruppe –immerhin könnten Sie sich dann schon mal in „Klassenführung“ üben.
Seien Sie mutig und schauen Sie einfach was passiert! Irgendwas wird schon passieren. Wenn Sie da vorn stehen, dann sind Sie der Lehrer  - schlimmstenfalls eben (noch) kein so guter.

Wenn die Radikalmethode Sie abschreckt, dann versuchen Sie es mit der
Schritt-für-Schritt-Methode.
So habe ich mir zum Beispiel meine ursprünglich sehr starke Spinnenangst abgewöhnt: Erst einmal nur das Wort Spinne betrachten, dann laut aussprechen. Dann Spinnenbilder ansehen, erst nur für halbe Sekunden, dann länger und länger. Dann echte Spinnen ansehen (natürlich nur die kleinen knopfähnlichen Exemplare…) Und so weiter und so weiter. Ich bin nie soweit gekommen, dass ich mich mit einer Tarantel wohlfühlen würde, doch einfache Weberknechte kann ich mittlerweile immerhin anfassen (!) und zum Fenster hinausbefördern…
Was hier zur Desensibilisierung gut funktioniert, das funktioniert auch mit erwünschtem Verhalten. Geben Sie einfach darauf acht, dass Sie für sich selbst in kurzer Abfolge Situationen vorausplanen, in denen Sie sich dem gewünschten Verhalten annähern.

Sie sind schüchtern?
Dann beginnen Sie gleich morgen damit, irgendwen in der U-Bahn oder in der Stadt oder im Supermarkt anzulächeln (es muss ja nicht glaich eine Person des anderen Geschlechts sein, es darf durchaus auch eine alte Oma sein, auch die freut sich sicher drüber). Im nächsten Schritt sagen Sie einen kurzen Satz im Vorbeigehen, beim nächsten Mal beginnen Sie ein kleines Gespräch…


Merken Sie was? Verändern ist doch gar nicht ganz so schwer…


© Martina Roters ist Direktmarketing-Texterin, Mitglied im profitexter.net(t) Sie ist Autorin des E-Books "So schaffst du alles - Weiterbildung neben Job und Familie" und betreibt die gleichnamige Webseite. Besuchen Sie www.soschaffstdualles.de, um Tipps und Ratschläge zu bekommen, wie man sich die zahlreichen Stolpersteine auf dem Weg zum eigenen Weiterbildungsziel aus dem Weg räumt und gleichzeitig sein Familienglück bewahrt. Über Twitter gibt sie Lern- und Motivationstipps.
Twitter-Eisvogel Martina Roters                                                                    http://www.twitter.com/Lernhelferin  Twitter-Vogel
     
 
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